1991

Gründung SPINNER Lauenstein

Die SPINNER GmbH wuchs weiter, und Ende der 1980er wurde es am Standort Feldkirchen-Westerham bereits wieder zu eng. Man plante eine fünfte Werkshalle. Doch dann kam die Wende. Und mit der Wende kam Lauenstein.

Auf der Suche nach einem geeigneten Partner

Im Mai 1990 erhielt SPINNER ein Schreiben einer Entwicklungsgruppe aus Dresden – „sie biete ihre Dienste an“. Dr. Georg Spinner besuchte im Sommer die „Koax-Technik Lauenstein“ und kam zu der Überzeugung, dass dieses Werk eine geeignete Alternative sein könne. Statt einer geplanten Werkserweiterung in Westerham erhielt SPINNER nun eine Tochter in Sachsen, die als „Mitgift“ 140 gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter in die Verbindung einbrachte. Nach mehreren Verhandlungen mit den Gesprächspartnern der Treuhand einigte man sich schließlich am 18. Dezember 1990. Die Gründung der SPINNER Lauenstein GmbH erfolgte im darauffolgenden Jahr.

Zwei Unternehmen wachsen zusammen

Das Management aus der Umbruchzeit und die Mitarbeiter der feinwerktechnischen Branche erwiesen sich als eine wertvolle Ergänzung der bestehenden Betriebe der SPINNER GmbH und ein Trumpf im aktuellen Tageskampf um Marktanteile und Zukunftsmärkte. Die Sachsen brachten 30 Jahre Erfahrung mit Hochfrequenztechnik und Serienfertigung, gutausgebildete Fachleute, Selbstbewusstsein und ein am Ostmarkt eingeführtes Sortiment von Hochfrequenzsteckverbinder ein.

Mit dem Werk in Lauenstein begann für SPINNER die konkrete Erfahrung mit der Überwindung der deutschen Spaltung. Verständigungsprobleme sprachlicher und begrifflicher Art wurden schnell überwunden. Hochfrequenztechnik und die Wünsche der Kunden waren eine gute Basis für Kommunikation. ln einer fruchtbaren Atmosphäre übernahmen die Sachsen Steckverbinder im SPINNER-Design und technisches Know-how. lm Gegenzug nutzten die Bayern manche Konstruktions-Lösungen der Sachsen. Chancen aus dem Aufbau neuer Telefonnetze in den neuen Bundesländern wurden genutzt. SPINNER Lauenstein lieferte konfektionierte Lichtwellenleiter. Ein kurzer Auszug in den Bereich Mobilfunk Handyzubehör war eine wichtige Erfahrung für beide Seiten.

„Lauenstein“ wächst und wird zum Kompetenzzentrum für die Jumperfertigung

Am 10.10.1995 wurde in Lauenstein feierlich der Grundstein für eine neue Fertigungshalle gelegt, bereits im April 1996 arbeitete dort die neue Dreherei auf 1.400 qm Fertigungsfläche. Weitere Renovierungen im bisherigen Gebäude folgten. Die Reduzierung von Transport- und Handlingsaufwand, eine neue Logistik und teilautomatisierte Fertigungseinrichtungen zur Herstellung von Jumperkabeln mit angespritzten Steckverbindungen sowie eine Neugestaltung des Versandsystems waren Inhalt dieses Abschnitts.

Der größte Erfolg gelang mit der gemeinsamen Kreation der Jumper. Der Mix aus Arbeitsteilung bei Entwicklung und Konstruktion, Nutzung der Lauensteiner Erfahrungen mit der Serienfertigung brachten eine echte Spitzenleistung hervor. Parallel zur Entwicklung von speziellen Kundenlösungen über mehrere Designstufen  wurde eine konsequente Verfahrensentwicklung betrieben. Hochfrequenzlöten, Mikroflammlöten, automatisierte und integrierte Prüfprozesse, Mehrfachumspritzen und moderne Fließbandfertigung im Mehrschichtbetrieb führten zu kontinuierlicher technischer Verbesserung bei gleichzeitiger Kostensenkung. Die Erfahrungen wurden auf die Projekte Geflecht- und Semiflex-Jumper übertragen.

Weltweit erste vollautomatische Fertigungslinie für Jumper seit 2005

2005 wurden schließlich die ersten weltweiten vollautomatischen Fertigungslinien eingeführt. 2013 haben wir die Serienfertigung um weitere komplexe selbsterstelle Anlagen ergänzt.

Wie auch die Muttergesellschaft in München besitzt SPINNER Lauenstein ein integriertes Managementsystem, welches nach DIN EN ISO 9001 (Qualität), DIN EN 14001 (Umwelt) und DIN EN 50001 (Energie) zertifiziert ist. Zudem ist es uns wichtig, dass alle notwendigen Kompetenzen vor Ort sind: So gibt es in Lauenstein neben Fertigung und Logistik eine Abteilung für Entwicklung & Konstruktion sowie für Maschinenbau. Aktuell entwickeln wir am Standort Lauenstein Komponenten für die Einführung der Serienfertigung für 5G-Mobilfunkantennen.

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