2004

SPINNER’s Beitrag zur Realisierung von ITER

Seit Jahren laufen die Planungen an einem der größten Forschungsprojekte der Geschichte  – dem Fusionsreaktor ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor). Dieser wird neben dem Kernforschungszentrum Cadarache errichtet, einem großen Forschungsstandort der französischen Atombehörde CEA. In einem ringförmigen Hochvakuumtank wird Wasserstoff soweit erhitzt, dass die Atome zu Heliumkernen verschmelzen und Energie abgegeben wird. Seit nahezu 30 Jahren läuft die Kernfusionsforschung an der Anlage TORE SUPRA.

Zukünftige Fusionsreaktoren sollen einmalig zum Zünden gebracht werden und dann über die Wasserstoffverbrennung kontinuierlich nutzbare Energie liefern – gleich unserer Sonne. Für die Zündung müssen gewaltige Energiemengen mittels Hochfrequenz-Erwärmung in das Plasma gebracht werden. Es gibt drei hochfrequente Heizprinzipien, die alle beim TORE SUPRA zum Einsatz kommen.

2004 – Vorprojekte zu ITER bei JET

Obwohl Anfang der 2000er der Standort von ITER noch nicht geklärt war, liefen die notwendigen Entwicklungsprojekte bereits auf vollen Touren. Eines dieser Vorprojekte wurde bei JET (Joint European Torus in Großbritannien – eine europaweite gemeinsam betriebene Versuchsanlage) durchgeführt. Hierzu gehörte als wesentlicher Bestandteil die Optimierung der Plasmaheizung lCRH (Ion Cyclotron Resonance Heating). Dazu war ein neuer Antennentyp im Reaktortorus sowie das den neuesten Erkenntnissen angepasste koaxiale HF-Leitungssystem RL 140-230 notwendig.

SPINNER beliefert die Forschungsprojekte von JET bereits seit 1984. Für das anstehende Vorprojekt zu ITER erhielt die Firma nun den Auftrag, das bestehende RL 140-230 Leitungssystem von JET zu modifizieren und weitgehend zu ergänzen. Weitere Aufträge zur Verbindung von 8 Sendern mit den entsprechenden Antennen sowie Sonderbauteile nach Kundenspezifikation folgten in den Jahren bis 1999.

2010 – Wasserlast für extreme Leistung

Für eines der Heizsysteme am ITER, das LH („Lower Hybrid“), wurde um 2010 ein Upgrade durchgeführt, welches die die Leistung um 40 Prozent steigern und die Beheizung für 1.000 Sekunden erhalten sollte. Um diese enorme Energie von den Hochfrequenz-Quellen zum Plasma zu transportieren, rüstete man in den Jahren zuvor die gesamte Übertragungsleitungen auf. SPINNER wurde hierfür mit der Entwicklung und Lieferung der Wasserlasten beauftragt, an der die neuen Klystrons in Volllast betrieben werden konnten. Dabei wird aus 700 kW bei 3,7 GHz auf 25 cm Länge heißes Wasser erzeugt – bei einem Durchfluss von 225 Liter/min.

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